STYLONS ///

Die Grundlagen für ein entspanntes Leben in Berlin sind Bier, Fotografie und elektronische Tanzmusik.

Billie Holiday, Nina Simone und nun auch Etta James.

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/// Heute verstarb die wunderbare Sängerin Etta James im Alter von 73 Jahren an Krebs. Ich stand in meiner Küche, als es die Moderatorin im Radio sagte, um im gleichen Moment den wohl berühmtesten Song ‘At Last’ von Etta James zu spielen. Da stehe ich also in meiner Küche mit einem Kloß im Hals und drehe den Lautstärkeregler weit nach oben. Erst Nina Simone, dann Billie Holiday und nun auch noch Etta James. Die großen Sängerinnen des Blues gehen nach und nach von uns und wenn ich mir die Zukunft dieser Musik ansehe, dann wird mir irgendwie bang ums Herz.

Niemand konnte so stark und mutig über die Zerrissenheit durch die Versklavung ihrer Vorfahren, Rassentrennung und Unterdrückung singen, wie diese talentierten Frauen. Ich bin eine weiße Frau, die im Europa des 21.Jahrhunderts ihre Jugend verbringt, ohne solch schwerwiegende Sorgen und Ängste, aber dennoch spüre ich was der Musik mit diesen Frauen verloren geht. Das Gefühl, die Hoffnung, die Seele des Blues.
Stylons, Etta James, Billie Holiday, Nina Simone, Strange Fruit, At Last, Love me or Leave Me, Blues, Somethings got a hold on me, Sklaverei
Ich möchte diesen Beitrag nutzen, um an Elinore Harris, Eunice Kathleen Waymon und Jamesetta Hawkins zu erinnern, die im Blues eine große und nie wieder füllbare Lücke hinterlassen.
Etta James – At Last

Billie Holiday – Strange Fruit

Nina Simone – Love Me, Or Leave Me

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